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Portrait der Grafikdesignerin Mariko Takagi

Ihr Medium ist zumeist Papier. Für unamono jedoch hat die vielfach ausgezeichnete Grafikdesignerin Mariko Takagi ihre Unikate auf edle Seide gebannt.

Mariko Takagi hat sich als Deutsch-Japanerin mehrere Welten erschlossen: sie hat die meiste Zeit ihres Lebens in Deutschland gelebt, ihre künstlerische Arbeit befasst sich jedoch vor allem mit Büchern über die japanische Kultur. Sie möchte deutsche Leser neugierig machen auf die „seltsame” und fremde Kultur. Dieses langfristige Projekt begann schon während ihres Grafikdesign-Studiums an der Fachhochschule Münster mit einem Buch namens „An die Aliens in Japan” 1999. Das war der Startpunkt für eine Reihe von bisher insgesamt sechs Titeln über die japanische Kultur. Für ihre Bücher und Designarbeiten hat sie internationale Anerkennung und Auszeichnungen des ADC Art Directors Club, des TDC Type Directors Club, den iF und red dot Award erlangt.

Mit ihrer Forschungsarbeit zu japanischer Typographie im Zuge ihrer Doktorarbeit an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) Braunschweig betrat sie das akademische Feld der Typographie.

Dem fügte sie seit 2010 einen weiteren spannenden Aspekt hinzu: Da sie 2010 nach Hong Kong zog und seither als Assistenzprofessor an der Akademie der Bildenden Künste des HKBU lehrt, erweiterte sie ihre Projekte um die chinesische Typographie. Ihr multikultureller Hintergrund lässt es folgerichtig erscheinen, dass ihr spezielles Interesse mehrsprachiger Typographie sowie der visuellen Umsetzung zwischen den Kulturen liegt.